Mai 8, 2017

Blutegeltherapie

Blutegeltherapie

Der therapeutische Einsatz von Blutegeln (Hirudo medicinalis officinalis) gehört zu den ältesten dokumentierten naturheilkundlichen Verfahren.

Das Wirkspektrum des Blutegels ist breit gefächert:

– schmerzstillend
– gerinnungshemmend und ausleitend
– lymphstrombeschleunigend und entschlackend
– blutverdünnend
– durchblutungsfördernd
– gefäßerweiternd

Die in der Naturheilpraxis verwendeten Blutegel werden speziell für medizinische Zwecke unter strengen hygienischen Voraussetzungen gezüchtet.
Jeder Egel wird nur ein einziges Mal angesetzt, so dass die Übertragung von Infektionen sicher vermieden wird.

Beim Biss eines Blutegels werden über 30 verschiedene Substanzen ins Blut abgegeben, von denen bisher nicht alleerforscht sind. Durch Studien bewiesen ist allerdings die stoffwechselaktivierende und schmerzstillende Wirkung.

Auch Entzündungen können mit der Blutegeltherapie wirksam behandelt werden.
Insbesondere Arthrosepatienten und Patienten, deren Schmerzen durch vorhergehende Therapien
wie Stoßwellen oder Injektionen nicht gelindert werden konnten,
finden hier sehr häufig eine Alternative für lang anhaltende Schmerzfreiheit.

Für eine Blutegelbehandlung sollten Sie sich Zeit nehmen – einmal angesetzt,
kann es bis zu 2 Stunden dauern, bis der Egel „satt“ ist und dann von allein abfällt.

 

 Im Anschluss an die Behandlung kommt es zu einer therapeutisch gewünschten Nachblutung.
Die Stärke der Nachblutung ist individuell verschieden (ca. 20-40 ml je Bissstelle) und dauert meist 6 bis 8, in seltenen Fällen bis zu 24 Stunden.
Die Wunde wird mit einem Verband versorgt, der regelmäßig gewechselt werden muss.
Nach längstens einer Woche ist die Wunde verheilt.

Anwendungsgebiete:

– Arthrose
– Arthritis
– Gicht
– Krampfaderleiden (Varikosis)
– Arterien/Venen-Erkrankungen (Thrombose, chronisch venöse Insuffizienz)
– Hämorrhoiden
– Schmerzsyndrome (Carpaltunnel, Fibromyalgie, Tennisellenbogen,
Schleimbeutelentzündungen)
– rheumatische Erkrankungen
– Rückenschmerzen (LWS Syndrom, Ischialgien, Bandscheibenvorfall)
– Migräne, Trigeminus-Neuralgie
– Knochenerkrankungen (Hallux valgus, Fersensporn, Frakturen)
– Mittelohrentzündung
– Tinnitus

 

Die Häufigkeit der Anwendung richtet sich nach dem Therapieerfolg, der sich oft schon nach der ersten Anwendung einstellt.
Frühestens nach vier Wochen kann an der behandelten Stelle eine erneute Behandlung erfolgen.